Mut Tour radelt durch Jena
Am 29. Juli machten die Tandems der Mut-Tour wieder Station in Jena. Mitglieder des ADFC und von Radeln ohne Alter begrüßten sie an der Papiermühle.

Mut-Tour radelt durch Jena
Auch in diesem Jahr hat der ADFC Jena-Saaletal wieder die Mut-Tour ein Stück des Weges begleitet. Gemeinsam mit Kathleen Lützkendorf, Jenas Dezernentin für Soziales, Gesundheit, Zuwanderung und Klima, Mitarbeitenden des Projektes agathe der ÜAG und Aktiven von Radeln ohne Alter warteten wir an der Papiermühle auf die drei mutigen Tandem-Paare. Bei wolkenlosen 28 Grad waren die 50 km von Erfurt nach Jena eine schweißtreibende Angelegenheit. Um so größer war die Freude, die Papiermühle und damit Jena erreicht zu haben. Die letzten Kilometer bis ins Stadtzentrum konnten entspannt im Schatten entlang der kühlenden Leutra zurückgelegt werden. Die Tour endete am historischen Rathaus mit viel Applaus für die sechs Radfahrer:innen.
Die Mut-Tour ist ein Outdoor-Projekt, das ein Zeichen für mehr Mut und Wissen im Umgang mit psychisch Erkrankten setzt. In diesem Jahr führt sie über 4100 km und dreieinhalb Monate von Kassel (Start am 30. Mai 2026) u.a. über München, Freiburg, Düsseldorf, Hannover, Jena, Chemnitz, Stralsund bis nach Bremen (Ankunft am 12. September 2026). Die Tour besteht aus 12 mehrtätigen Tandem-Etappen und einer Wander-Etappe. Insgesamt nehmen ca. 55 Personen an einer oder mehreren Etappen teil.
Mut-Tour Aktionstag am Historischen Rathaus
Im Rahmen der Mut-Tour fand ein Aktionstag zu mentaler Gesundheit in den Arkaden des Historischen Rathauses statt. Infostände und Vorträge verschiedener lokaler Partner (u.a. agathe – Thüringer Initiative gegen Einsamkeit; IKOS – Zentrum für Selbsthilfe; Diakonie; Antidiskriminierungsstelle, Betreuungsbehörde und Sozialpsychiatrischer Dienst Stadt Jena) luden zu Begegnungen, Austausch und Offenheit im Umgang mit psychischen Erkrankungen ein.
Hintergrund zur Mut Tour
Die MUT-TOUR ist ein Aktionsprogramm, bei dem Menschen mit und ohne Depressionserfahrung zusammenkommen, um sich für einen offenen Umgang mit dem Thema Depression stark zu machen. Ziel ist die Entstigmatisierung von psychischen Erkrankungen durch Dialog, Bewegung und Medienpräsenz.
Unter dem Motto »Gemeinsam irre mutig« radeln oder wandern Menschen mit und ohne Depressionserfahrung gemeinsam auf Tandems oder zu Fuß durch Deutschland. Dabei wird gelacht, geschwitzt, geredet und Selbstwirksamkeit erfahren - das macht Mut.