Radreiseanalyse 2021

Radreiseanalyse 2021 © ADFC / Marcus Gloger

1,8 Millionen Deutsche verreisten 2020 das erste Mal mit dem Rad

Der ADFC präsentiert die Ergebnisse der jährlichen Radreiseanalyse.

Das zurückliegende Jahr hat die Tourismusbranche hart getroffen, resilienter zeigt sich dagegen der Radtourismus. Trotz Beherbergungsverbot und verkürzter Urlaubssaison entschieden sich insgesamt 3,5 Millionen Menschen für eine Radreise, mehr als die Hälfte davon verbrachte ihren Urlaub das erste Mal auf dem Rad. Das Minus von 35 Prozent gegenüber 2019 ist im Vergleich zum allgemeinen Tourismuseinbruch dabei moderat ausgefallen. Tagesausflüge verzeichnen sogar ein Plus von mehr als 40 Prozent. 

ADFC-Tourismusexpertin Janine Starke sagt: „2020 war ein besonders schwieriges Reisejahr und hat uns gezeigt, wie wichtig der Radtourismus für den Deutschland-Tourismus ist. Besonders die Zahl derjenigen, die zum ersten Mal eine Radreise unternommen haben, birgt großes Potenzial. Denn die Radreisenden waren sehr zufrieden mit ihrer Reiseentscheidung und würden das Reiseziel zu 82 Prozent weiterempfehlen. Und auch für 2021 stehen Radreisen hoch im Kurs: Mehr als Dreiviertel der Radreisenden wollen wieder mit dem Rad verreisen, dazu kommt knapp die Hälfte derjenigen, die dieses Jahr keine Radreise unternommen haben.“

40 Prozent mehr Radausflüge in der Freizeit
31 Millionen Bürgerinnen und Bürger haben 2020 mindestens einen Tagesausflug mit dem Fahrrad unternommen. Das sind zwar 3 Millionen weniger als im Vorjahr, allerdings stieg die absolute Zahl der Tagesausflüge selbst. Das bedeutet, dass jene Personen, die Tagesausflüge machten, 2020 mehr davon unternommen haben. Im Durchschnitt verzeichnet die Radreiseanalyse pro Tagesausflügler 16,4 Ausflüge in der Freizeit (2019: 10), das entspricht einem Anstieg um mehr als 40 Prozent auf 464 Millionen Radausflüge.

1,8 Millionen Neuaufsteiger im Radurlaub
Als Folge der Corona-Pandemie reisten 1,9 Millionen Menschen weniger als im Vorjahr mit dem Rad. Allerdings zeigt vor allem die Zahl der Neuaufsteiger im Urlaub eine sehr erfreuliche Tendenz. Mehr als die Hälfte der 3,5 Millionen Radreisenden saß 2020 das erste Mal im Sattel. Dabei fiel die Reiseentscheidung bei knapp 50 Prozent erst einen Monat oder sogar erst eine Woche vor Abreise. Wenig überraschend verschob sich der Hauptreisezeitraum aufgrund des ersten Lockdowns von Mai/Juni auf Juli/August. Für rund 40 Prozent der Radreisenden war die Radreise Ersatz für eine verschobene oder abgesagte Reise, für über die Hälfte war es sogar der Haupturlaub.

Elberadweg zurück an der Spitze
Der Elberadweg kämpft sich wieder an die Spitze der beliebtesten Radfernwege, gefolgt vom Weser-Radweg, Ostseeküstenradweg, MainRadweg und Donauradweg. Neue Namen gibt es an der Spitze der beliebtesten Radregionen:2020 hat sich Ostholstein als Neueinsteiger direkt den ersten Platz gesichert, gefolgt vom Bodensee, Münsterland, Aller-Leine-Tal und dem Emsland. Das Ergebnis zeigt einen Trend, den der ADFC mit seiner Kampagne #AbseitsRadeln vorangetrieben hat: Die bekannten Flussradwege bleiben beliebte Klassiker, aber es werden auch viele neue Regionen entdeckt. Das beliebteste Bundesland für Radreisen bleibt Bayern vor Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, NRW und Baden-Württemberg.

Hintergrund zur Radreiseanalyse
Die ADFC-Radreiseanalyse findet seit 1999 jährlich statt und ist eine repräsentative Onlinebefragung. In diesem Jahr nahmen knapp 10.700 Bundesbürgerinnen und -bürger an der vom Online-Fachhandel fahrrad.de unterstützen Umfrage teil. Als Radreise wird eine Reise definiert, die das Radfahren als eines der Hauptmotive hat und mindestens drei Übernachtungen umfasst. Alle Ergebnisse finden Sie im Webdossier zur Radreiseanalyse 2021.

Hinweis an Redaktionen: Themenfotos sowie den Link zum Webdossier finden Sie in unserem Pressebereich. Pressefotos zu einzelnen Routen gibt es im Servicebereich unter dem jeweiligen Routeneintrag auf www.adfc-radtourismus.de.

Über den ADFC
Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club e.V. (ADFC) ist mit über 200.000 Mitgliedern die größte Interessenvertretung der Radfahrerinnen und Radfahrer in Deutschland und weltweit. Er berät in allen Fragen rund ums Fahrrad: Recht, Technik und Tourismus. Politisch engagiert sich der ADFC auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene für die konsequente Förderung des Radverkehrs.

Der ADFC auf
Twitter
Facebook
Instagram
Youtube

Downloads

Radreiseanalyse 2021

Radreiseanalyse 2021

Copyright: ADFC / Marcus Gloger

2000x1500 px, (PNG, 5 MB)

Zwei Radfahrende machen Pause

Radreiseanalyse 2021

Copyright: ADFC / Marcus Gloger

6579x4386 px, (JPG, 7 MB)

Grafik Radreiseanalyse 2021: Beliebteste Radrouten

Radreiseanalyse 2021: Beliebteste Radrouten

Copyright: ADFC / Zweiplus Medienagentur

1096x1072 px, (JPG, 370 KB)

Grafik Radreiseanalyse 2021: Marktvolumen

Radreiseanalyse 2021: Marktvolumen

Copyright: ADFC / Medienagentur Zweiplus

2194x999 px, (JPG, 531 KB)


https://thueringen.adfc.de/pressemitteilung/18-millionen-deutsche-verreisten-2020-das-erste-mal-mit-dem-rad

Häufige Fragen von Alltagsfahrer*innen

  • Was macht der ADFC?

    Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) setzt sich mit seinen mehr als 200.000 Mitgliedern mit Nachdruck für die Verkehrswende in Deutschland ein. Wir sind überzeugt davon, dass eine gute, intuitiv nutzbare Infrastruktur, gut ausgearbeitete Radverkehrsnetze und vor allem Platz für Rad fahrende Menschen auch dazu einladen, das Fahrrad als Verkehrsmittel zu benutzen. Wir möchten eine sichere und komfortable Infrastruktur für den Radverkehr, damit sich Fahrradfahrende in jedem Alter sicher und zügig fortbewegen können. Hierfür setzen wir uns auf politischer Ebene ein. Zugleich sind wir Ansprechpartner zu allen Fragen rund ums Fahrrad - vom Tourismus über die Technik bis hin zu den rechtlichen Rahmenbedingungen.

    weiterlesen

  • Was bringt mir eine ADFC-Mitgliedschaft?

    Radfahren muss sicherer und komfortabler werden. Wir setzen uns deshalb auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene für die Interessen von Radfahrer*innen ein. Sie als Mitglied unterstützen uns in diesem Engagement. Wenn Sie mit dem Rad unterwegs sind, können Sie mit Ihrer ADFC-Mitgliedskarte außerdem deutschlandweit auf die AFDC-Pannenhilfe zählen. Mit unserem zweimonatlich erscheinenden ADFC-Magazin "Radwelt" erhalten Sie regelmäßig Informationen rund um alles, was Sie als Radfahrerin oder Radfahrer politisch, technisch und im Alltag bewegt. Darüber hinaus haben wir vorteilhafte Sonderkonditionen mit Mietrad- und Carsharing-Anbietern sowie Versicherern und Ökostrom-Anbietern ausgehandelt. Sie sind noch kein Mitglied? Dann nutzen Sie jetzt die Gelegenheit, es zu werden!

    weiterlesen

  • Gibt es vom ADFC empfohlene Radtouren für meine Reiseplanung?

    Wir können die Frage eindeutig bejahen, wobei wir Ihnen die Auswahl dennoch nicht leicht machen: Der ADFC-Radurlaubsplaner „Deutschland per Rad entdecken“ stellt Ihnen mehr als 165 ausgewählte Radrouten in Deutschland vor. Zusätzlich vergibt der ADFC Sterne für Radrouten. Ähnlich wie bei Hotels sind bis zu fünf Sterne für eine ausgezeichnete Qualität möglich. Durch die Sterne erkennen Sie auf einen Blick mit welcher Güte Sie bei den ADFC-Qualitätsradrouten rechnen können.

    weiterlesen

Bleiben Sie in Kontakt